Gemeindenachrichten

Gemeindeschreiber Franz Thalmann konnte am 1. Juli sein 30-jähriges Dienstjubiläum begehen. Das Steueramt wurde von der Dienststelle Steuern einer umfassenden Inspektion unterzogen, die sehr positiv ausgefallen ist. Die starken Niederschläge anfangs Juni sind die Ursache, dass sich bei der Liegenschaft „Rossfure“ rund 25‘000 m3 Erdmaterial Richtung Grosse Entlen bewegen.

Personelles
a) Dienstjubiläum Gemeindeschreiber
Nach der Wahl durch den Gemeinderat trat Franz Thalmann auf den 1. Juli 1980 die Stelle als Gemeindeschreiber auf der Gemeindeverwaltung Entlebuch an. Somit konnte er unlängst sein 30-jähriges Dienstjubiläum begehen. Die umfangreiche operative Tätigkeit eines Gemeindeschreibers umfasst viele Bereiche in der Dienstleistungsfunktion der öffentlichen Verwaltung. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat auch bei den Gemeinden ein grosser Umstrukturierungsprozess stattgefunden. Franz Thalmann hat dabei an entscheidender Stelle mitgeholfen, die markanten Veränderungen zum Wohle unserer Gemeinde umzusetzen. Gemeinderat und Verwaltung gratulieren ihm zu seinem Dienstjubiläum und danken ihm für seinen vielfältigen Einsatz.

b) Lehrstelle Gemeindeverwaltung
Für die ausgeschriebene Lehrstelle auf der Gemeindeverwaltung gingen insgesamt 13 Bewerbungen ein, davon fünf aus der eigenen Gemeinde. In der Folge wurde ein sorgfältiges Evaluationsverfahren durchgeführt.

Die Lehrstelle 2011 - 2014 wird an Isabella Wermelinger, geb. 1993, Entlenstalden, Entlebuch, zugesichert. Diese hat diesen Sommer die Schule abgeschlossen und wird anschliessend ein Haushaltlehrjahr im Welschland absolvieren. Das Team der Gemeindeverwaltung heisst sie bereits heute herzlich im Gemeindehaus willkommen.

Steueramt
Die zuständigen Inspektoren der Dienststelle Steuern (früher kantonale Steuerverwaltung), Bereich Gemeindedienstleistung und Gemeindebetreuung, haben das Steueramt im Rahmen der periodischen Inspektion einer eingehenden Überprüfung unterzogen. Zusammenfassung der Prüfungsergebnisse: „Aufgrund unserer Prüfungen und der uns erteilten Auskünfte haben wir vom Steueramt Entlebuch einen sehr guten Eindruck gewonnen. Das Steueramt legt Wert auf ein zügiges Veranlagungsverfahren. Es wird gut, effizient und in hoher Qualität gearbeitet. Die Mitarbeitenden pflegen einen kundenfreundlichen, serviceorientierten Umgang mit der steuerpflichtigen Kundschaft“.

Der Veranlagungsstand per 31. Dezember 2009 für die Steuerperiode 2008 liegt 91,41 % über dem kantonalen Durchschnitt. Der Gemeinderat dankt Christian Stalder, Leiter des Steueramtes sowie seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die einwandfreie Mitarbeit.

Feuerwehr
Am 29. Mai 2010 wurde die Organisation der Feuerwehr Entlebuch durch die Instruktoren des kantonalen Feuerwehrinspektorates einer eingehenden Überprüfung unterzogen. Die Gesamtbeurteilung fällt überwiegend sehr gut aus. Die örtliche Feuerwehr sei personell und materiell einsatzsatzbereit und habe einen guten Gesamteindruck hinterlassen.

Der Gemeinderat gratuliert dem Korps unter dem Kommando von Hauptmann Benedikt Vogel zum erzielten Inspektionsresultat und dankt gleichzeitig für die ständige Einsatzbereitschaft.

Finanzausgleich
Das kantonale Finanzdepartement hat den Finanzausgleich 2011 der Gemeinde Entlebuch mit 5‘810‘762 Franken errechnet: Ressourcenausgleich 3‘407‘793 Franken und Lastenausgleich 2‘402‘969 Franken. Insgesamt fällt der Ausgleich um rund 223‘000 Franken tiefer aus als im Vorjahr.

Erhebung zur Attraktivität der Gemeinde
Die Gemeinde Entlebuch beteiligt sich an einem Projekt der Hochschule Luzern, das Erhebungen zur Wohnpräferenz im Kanton Luzern durchführt. Mittels eines Fragebogens sollen ab dem 1. Juli alle Zu-, Weg- und Umzüger unter anderem Angaben über ihren Haushalttyp, zur Ausbildung und zum Arbeitsort machen sowie die Gründe nennen, weshalb sie sich bei der Wahl des Wohnorts für die Gemeinde entschieden bzw. sie weggezogen sind. Mit diesen Informationen erhofft sich auch der Gemeinderat genauere Aufschlüsse darüber zu erhalten, weshalb sich Personen in Entlebuch niederlassen oder die Gemeinde (wieder) verlassen. Insgesamt nehmen 86 Gemeinden aus dem Kanton Luzern und der Region Zofingen am Projekt teil. Erste Resultate, auf die man gespannt sein darf, werden anfangs 2011 erwartet.

Trottoir Lustenbergstrasse
Im Bereiche des zur Liegenschaft Widmen gehörenden und an die Lustenbergstrasse anstossenden Grundstücks konnte der Gemeinderat mit dem Grundeigentümer eine einvernehmliche Lösung finden. Mit den Ergänzungsarbeiten wurde in der Zwischenzeit umgehend begonnen. Nach Einbau des Belages dürften die Bauarbeiten Ende August beendet sein. Mit dem sanierten Strassenkörper mit neuem Trottoir bis Veeboden kann eine bedeutende Verbesserung der Verkehrssicherheit erreicht werden.

Alterswohnungen Martinshof
Beim Martinshof werden sich früher oder später umfassende, altersbedingte Sanierungsarbeiten aufdrängen. In einem ersten Schritt sind heizungstechnische Investitionen notwendig. So wird das Gebäude an die gemeindeeigene Fernwärmeversorgungsanlage Bodenmatt angeschlossen. Weiter ist die Sanierung der bestehenden Heizzentrale und der Einbau einer Solaranlage für Brauchwasser vorgesehen, was gesamthaft mit Kosten von rund 85‘600 Franken verbunden ist.

Güterstrassen und Hofzufahrten
Die Güterstrassen Flachsboden - Hohwald auf der Rengg und die Hofzufahrt Kleinfeldliweid im Ebnet sollen ausgebaut und saniert werden. Die bestehenden Anlagen, welche grösstenteils als Schotterstrassen ausgebaut sind, sind zu wenig tragfähig und daher stark verformt. Sie genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1‘510‘000 Franken (Hohwaldstrasse 1‘330‘000 Franken und Hofzufahrt Kleinfeldliweid 180‘000 Franken).

Der Regierungsrat hat mit Entscheid vom 6. Juli das Projekt genehmigt und den Staatsbeitrag auf 30 Prozent festgelegt. Weitere Kostenträger: Bund 30 Prozent, Gemeinde 25 Prozent, Strassengenossenschaft und Direktinteressierte 15 Prozent.

Rutschung Rossfure
Der Raum „Rossfure“ stellt ein altes, bekanntes und schon mehrfach aktiv gewesenes Rutschgebiet dar. Nach den starken Niederschlägen in den ersten drei Juniwochen wurden auf der Liegenschaft starke Geländeabsenkungen festgestellt. Während die Gebäulichkeiten nicht betroffen sind, wurde die Zufahrtsstrasse stark in Mitleidenschaft gezogen. Die umgehend zugezogenen Geologen der Firma Geotest AG in Horw gehen von einem Rutschvolumen von 25‘000 m3 auf einer Breite von rund 40 m und einer Länge von rund 160 m aus. Eine unmittelbare Staugefahr der Grossen Entlen besteht nicht. Die ins Bachbett gerutschten Bäume sind hingegen zu entfernen, um bei Hochwasser weiter unten bei Engstellen und Brücken Verklausungen zu vermeiden.

Ein unmittelbarer Handlungsbedarf besteht nach Auffassung der Fachleute im gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. Das Rutschgebiet ist vorerst bis Herbst zu beobachten. Nachher sind allfällige Entscheide in Absprache mit allen Beteiligten zu fällen: Grundeigentümer, Gemeinde, Geologen und Fachdienste des Kantons.

Projekt „Inselträume III“ in Finsterwald
Im September besuchen gegen 60 Mittelstufen-Klassen einen Natur- und Umwelttag in Finsterwald. „Inselträume“ ist ein Projekt der Zentralschweizer Umweltdirektionen und wird anlässlich des UNO-Jahres der Biodiversität in der UBE durchgeführt. Vom 6. - 16. September 2010 werden montags, dienstags, donnerstags und freitags von 09.45 Uhr bis 16.30 Uhr Schulklassen im Gebiet Geugelhusen - Bohrplattform - Fuchserewald - Fuchseremoos und Schwändeli unterwegs sein, einen Postenlauf absolvieren und die Landschaft als wertvollen Schatz kennen lernen. Dadurch wird die Bohrplattform jeweils von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr besetzt sein. Weitere Informationen erteilt die Geschäftstelle des Projekts, UNESCO Biosphäre Entlebuch (Nina Liechti), Tel. 041 485 88 51. Für alle Interessierten findet am Samstag, 18. September 2010, ein Publikumstag statt, welcher anfangs September publiziert wird.


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