Der Gemeinderat Entlebuch setzt sich aktiv für die Entwicklung des Dorfkerns als Begegnungsort ein. Der erarbeitete Projektauftrag nennt die Ziele, die Schlüsselprojekte und das schrittweise Vorgehen. Nächster Meilenstein sind die Projekttage 2010 Ende August. Grund- und Hauseigentümer sollen miteinbezogen werden. Die Bevölkerung erhält die Möglichkeit, sich vor Ort zu informieren.
Leer stehende Schaufenster, unbewohnte Liegenschaften, die Sicherheit entlang der Kantonsstrasse sowie das unbefriedigende Ortsbild im Dorfkern sind dem Gemeinderat Entlebuch schon länger ein Anliegen. Im November 2009 hat er die Entwicklungsaufgabe neu gestartet und eine begleitende Kommission unter der Leitung von Ueli Felder eingesetzt. Seither wurde eine Gesamtschau zu den verschiedenen Erwartungen und Aufgaben im Dorfkern erarbeitet und ein Projektauftrag mit Zielen und Aufgaben verfasst.
Gemeinschaftswerk notwendig
Für den Gemeinderat bedeutet Dorfentwicklung eine langfristige Aufgabe, die besonders im Kern entlang der Kantonsstrasse über die Immobilienentwicklung hinaus geht: Der Dorfkern soll als Begegnungsort von Entlebuch schrittweise aufgewertet werden. „Dieses Ziel erreichen wir nur mit einem Gemeinschaftswerk, zu dem Hauseigentümer, Investoren, das Gewerbe und die Bevölkerung gemeinsam mit der Politik ihren Beitrag leisten“, ist Gemeindepräsident Hansruedi Lipp überzeugt. In einem Projektauftrag sind die wichtigsten Aufgaben und Schlüsselprojekte auf diesem Weg nun aufgeführt: die Umgestaltung des Markplatzes, die geplante Sanierung der Kantonsstrasse durch den Kanton sowie Einzelprojekte wie das «Spycherhaus und Schützenhaus» oder die «Biscuitfabrik». „Auch wenn die Dorfkernentwicklung Jahre dauert, wollen wir gleichzeitig kurzfristig handeln können und langfristig planen“, so Gemeindeammann Robert Vogel.
Dazu sind verlässliche Grundlagen notwendig: Zur Bausubstanz und zum Umbaupotenzial einzelner Gebäude und Liegenschaften, zur Parkierung sowie zum öffentlichen Raum müssen diese noch erarbeitet werden. Gleichzeitig will der Gemeinderat zusammen mit der Kommission umsetzbare provisorische Massnahmen prüfen, um kurzfristig die Sicherheit für den Langsamverkehr zu erhöhen und das Dorfbild aufzuwerten.
Projekttage im August
In der Vorbereitung und während der geplanten Projekttage Ende August werden die Themen und Aufgaben aus dem Projektauftrag zusammen mit den Betroffenen im Dorf sowie mit Hilfe von Fachleuten bearbeitet und aufeinander abgestimmt. Die Bevölkerung wird die Gelegenheit erhalten, sich über die Resultate zu informieren. Im Dezember 2010 soll die Gemeindeversammlung über das weitere Projektbudget für die Entwicklung im Dorfkern entscheiden können.
Mit der externen Leitung des Projektteams und der Durchführung der Projekttage hat der Gemeinderat Thomas Stadelmann vom Büro für Stadtfragen, Luzern beauftragt.
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